Große Beratungshäuser verlieren Boden, und KI ist der Grund
In einem Artikel argumentiert David Linthicum, dass die großen Beratungshäuser wie Deloitte, PwC, EY, KPMG und Accenture immer weniger relevant werden, zugunsten kleiner Boutique-Beratungen, die viel schneller umschalten und die Lösungen auch gleich selbst bauen können.
Genau deshalb haben wir BrA1n gegründet.
Hier ein paar Passagen aus seiner Argumentation, übersetzt:
Sie sind mächtig geworden, indem sie ein bestimmtes Modell perfektioniert haben: Angst verkaufen, Transformation versprechen, große Teams einsetzen, Laufzeiten dehnen und Komplexität in eine Quelle wiederkehrender Umsätze verwandeln. Jahrzehntelang funktionierte dieses Modell. Unternehmen, die mit digitaler Disruption konfrontiert waren, hatten oft nicht die eigene Expertise, um zu reagieren, und wandten sich für Roadmaps, Frameworks und langlaufende Transformationsprogramme an Berater.
KI verändert diese Gleichung.
Anders als frühere Wellen von Unternehmenstechnologie belohnt KI keine vage Strategie und keine jahrelangen Planungszyklen. Sie belohnt Umsetzung. Kunden wollen zunehmend funktionierende Werkzeuge, schnellere Pilotprojekte, niedrigere Kosten und eine klare Rendite auf ihre Investition. Sie warten nicht auf endlose Workshops, dicke Foliensätze oder abstrakte Zukunftsbilder. Sie wollen Systeme, die die Produktivität steigern, Verschwendung senken und jetzt Ergebnisse liefern. Diese Verschiebung löst eine Krise bei Häusern aus, deren Geschäftsmodell von großen Besetzungsmodellen und langen Mandaten abhängt.
Kunden … fühlen sich zunehmend zu kleineren, spezialisierteren Teams hingezogen, die geschäftliches Verständnis mit echtem technischem Können verbinden.
Dieser letzte Punkt ist wichtig. Eines der zentralen Themen im Video ist die wachsende Kluft zwischen Präsentationskompetenz und Umsetzungskompetenz. Große Beratungshäuser waren schon immer hervorragend im Erzählen, im Vokabular des Change-Managements und darin, Vorstände zu überzeugen. Aber KI-Transformation verlangt etwas Konkreteres. Sie braucht Menschen, die Modelle, Infrastruktur, Datenpipelines, Governance, Workflow-Design und den Produktivbetrieb verstehen. Mit anderen Worten: Sie braucht Praktiker, nicht nur Berater. Häuser, die ihren Ruf auf strategischer Rahmung aufgebaut haben, bekommen jetzt Konkurrenz von schlankeren Anbietern, die schneller bauen, testen und ausliefern.
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